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Zoccoli



Allgemeines   zurück
In der Damenschuhmode hat sich im Laufe der Zeit eine Vielzahl an verschiedenen Modellen herausgebildet, die teilweise sehr spezifische Bezeichnungen erhalten haben. Nicht immer werden die Schuhbezeichnungen richtig verwendet. Manchmal wurden bestimmte Bezeichnungen nur in einem kurzen Zeitabschnitt verwendet.

So manche Bezeichnung wurde im Laufe der Zeit aus dem Englischen oder Amerikanischen übernommen, so dass die ursprünglich deutsche Bezeichnung kaum mehr verwendet wird.

Mit unserer nachfolgenden Aufstellung möchten wir Ihnen die unterschiedlichen Schuhtypen und ihre charakteristischen Merkmale vorstellen.

Ankle-Strap-Pumps   zurück
Der Ankle-Strap-Pumps stellt eine Spielart des Pumps dar und unterscheidet sich vom Mary-Jane's-Stil dadurch, dass der Fesselriemen nur mit Hilfe einer Lasche an der Fersenkappe befestigt ist, während ein Fesselriemen beim Mary-Jane's-Stil direkt in Fersenkappe oder Seitenteil eingearbeitet ist.

Im deutschen Sprachgebrauch gibt es für diesen Pumps keine besondere Bezeichnung. Da sich aber auch bei der Mode zunehmend anglisierte Bezeichnungen durchsetzen, wird diese Spielart des Pumps zunehmend als Ankle-Strap-Pumps bezeichnet.

Im Grunde handelt es sich um eine sehr alte Spielart des Pumps, die insbesondere bei Mädchenschuhen ein modisches Dauerthema ist.

In der Alltagsmode tauchen Ankle-Strap-Pumps eher selten auf, um so öfter werden sie aber im Zusammenhang mit folkloristischer Mode getragen.

Ankle-Straps mit sehr breiten Fesselriemen gibt es dagegen ausschließlich im Fetisch-Bereich.

Ballerina   zurück
Als Ballerina wird ein Pumps bezeichnet, der keinen oder allenfalls einen maximal 1 cm hohen, angedeuteten Absatz hat.

Je nach Zeitgeschmack variierte die Schuhspitze, wobei klassische Modelle eine abgerundete Schuhspitze haben. Oft vorhanden, jedoch nicht zwingend ist eine Schleifchenapplikation auf der Schuhspitze angebracht.

Ballerinas galten lange als etwas biedere Mädchenschuhe, zählen jedoch in der Mode 2007 zu den angesagtesten Highlights.

Ballet-Shoes   zurück
Eine weitere Spezialform stellen derartige Ballet-Shoes - hier in Form einer Stiefelette - dar, deren Absatzhöhe nur mehr durch die Fußlänge limitiert wird.

Ohne klassische Ballett-Ausbildung mit der Fähigkeit zum Spitzenstand dürfte es als unmöglich anzusehen sein, mit derartigen Schuhen aufrecht zu stehen, geschweige denn zu gehen.

Es handelt sich ganz klar um reine Fetisch-Schuhe.

College-Schuh   zurück
Der College-Schuh kennzeichnet sich durch sein hochgezogenes Blatt und eine Metall- oder Lederapplikation am Rist.

Die Absätze sind regelmäßig flach oder sind allenfalls leicht erhöht.

Diese Schuhform ist sowohl in der Damen- wie auch in der Herrenschuhmode ein Dauerbrenner, bei dem sich die modischen Einflüsse kaum bemerkbar machen.

Daher sind College-Schuhe von sehr zeitloser Eleganz.

Chap-Boots   zurück
Die Chap-Boots entspringen in ihrer Urform den Stiefeln für Angler und Fischer, die mit langschäftigen Gummistiefeln auch in relativ tiefem Wasser waten konnten.

In der alltagsfähigen Schuhmode tauchen diese Overknee-Chap-Stiefel praktisch nicht auf und wurden nur in wenigen Exemplaren von einigen Designern hergestellt.

Häufiger findet man solche bis zum Schritt reichenden Stiefel mit Gürtel nur im Fetisch-Bereich.

Diese Chap-Stiefel werden sowohl mit flachen, als auch mit sehr hohen Absätzen, teilweise auch mit Plateausohle, angeboten.

Meist werden Chap-Stiefel in den klassischen Farben rot und vor allem schwarz gefertigt. Relativ häufig sind sie aus Lackleder oder Latex zu haben.

Aus hochwertigem Leder sind diese Chaps nur sehr selten erhältlich, da Leder einen sehr bedeutenden Faktor bei den Fertigungskosten darstellt und solche Lederstiefel daher sehr teuer sind (meist ab € 800,--).

Leider können wir Ihnen nur eine stilisierte Abbildung solcher Schuhe anbieten, da es uns nicht gelungen ist, ein originales Paar dieser Stiefel vor die Kamera zu bekommen.

Dianette   zurück
Dianetten sind eine sehr alte Spezialform der Zehenstegsandale, die schon im alten Ägypten in der Damenschuhmode aktuell war.

Der Steg wird zwischen Großzehe und zweiter Zehe eingeklemmt, wodurch der Schuh gut am Fuß haftet.

Diese Schuhform ist mit und ohne Absatz derzeit wieder in Mode, nachdem die Dianette letztmals Mitte der 1980er-Jahre modisch aktuell war.

D'Orsay   zurück
Der D'Orsay charakterisiert einen am Gelenk (das ist das Mittelteil zwischen Schuhspitze und Fersenkappe) offenen Schuh mit oder ohne Absatz, der mit einem Fesselriemen am Fuß gehalten wird.

Durch seine vielfältige Variationsmöglichkeit ist der D'Orsay ein Dauerbrenner in der Schuhmode, der, an den aktuellen modischen Zeitgeschmack angepasst, in praktisch jeder Modesaison getragen wird.

Warum diese Schuhart D'Orsay genannt wird, ist zumindest uns nicht bekannt. Möglicherweise hat ein französischer Designer diesen Schuhtyp nach dem Kunstmuseum d'Orsay in Paris benannt.

Espadrilles   zurück
Espadrilles stammen ursprünglich aus Frankreich. Die Grundform mit flacher Sohle aus Stroh und einem Leinenstoffoberteil wurde von Damen wie auch von Herren getragen.

In der Mode sind Espadrilles vor allem in südlichen Ländern ein Dauerbrenner, da die Schuhe sehr leicht und atmungsaktiv sind und die Strohsohle gut gegen heiße Böden isoliert. Zudem sind diese Schuhe sehr preiswert.

Moderne Interpretationen der Designer haben vor allem für die Damenmode interessante Kreationen mit Keilabsätzen geschaffen.

Flaneur   zurück
Als Flaneur werden Schuhe im College- oder Mokassin-Stil mit höherem Absatz bezeichnet. Sie werden bislang meist mit Blockabsätzen kombiniert, tauchen aber in der Mode nur temporär auf.

Modisch waren sie 1978 - 1980 aktuell und verschwanden dann bis auf wenige Ausnahmen bis Ende der 1990er-Jahre wieder aus der Alltagsmode, um dann 2003 wieder - diesmal mit eher flachen Pfennigabsätzen - für eine Saison in die Mode zurückzukehren.

Zehenhalter-Sandalette   zurück
Die Urform der Zehenhalter-Sandalette geht auf das alte Ägypten zurück.

Im Modesommer 2004 erlebten diese ursprünglich als Bade- und Campinglatschen bekannten Schuhe ihre modische Wiederauferstehung.

Es gab sie sogar mit einem kleineren Absatz.

Inzwischen sind sie aus der Mode wieder weitgehend verschwunden, nachdem Verbraucherschutzverbände festgestellt haben, dass die meist in Fernost gefertigten Schuhe dieser Machart teilweise hochgradig mit Schadstoffen belastet sind und schwere Gesundheitsschäden verursachen können.

High-Heel   zurück
Als High-Heels werden üblicherweise alle Schuhe bezeichnet, die ab 10 cm hohe Absätze haben.

Die nebenstehende Abbildung zeigt den High-Heel in Form eines Pumps, es gibt den High-Heel aber auch in (fast) allen anderen Schuhtypen.

Obwohl es in der Mode immer wieder einmal Zeiträume mit extrem hohen Absätzen (bis 11 cm) gab, werden die High-Heels doch eher dem Fetisch-Bereich zugeordnet, weil derart hohe Absätze im Alltag kaum tragbar sind und daher von vielen Frauen abgelehnt werden.

Loafer   zurück
Als Loafer werden Schuhe mit einem allenfalls mittelhohen (bis 6 cm) und Blockabsatz mit hoch über den Spann reichendem Blatt bezeichnet.

Sie sind seit den 1980er-Jahren ein fester Bestandteil der Business-Mode und harmonieren auch sehr gut mit einem sportlich-legeren Kleidungsstil.

Um gut am Fuß zu sitzen, ist unter dem Vorderblatt in der Regel ein Gummizug eingearbeitet.

Mary-Jane's   zurück
Als Mary Jane's werden Pumps mit einem Verschlussriemen über dem Spann oder unterhalb des Knöchels bezeichnet.

Die Mary-Jane's-Machart ist eine sehr alte und typisch feminine Schuhform, die schon im 19. Jahrhundert verwendet wurde.

Auch Mary Jane's gibt es in den unterschiedlichsten Abarten, so dass auch diese Schuhform ein Dauerbrenner in der Mode bleiben wird.

Mokassin   zurück
Der Mokassin findet sich sowohl in der Damen- wie auch in der Herrenschuhmode wieder. Während bei den Herrenschuhen meist derbere Varianten zu finden sind, gibt es bei den Damenschuhen sowohl die derbe, wie auch sehr feine Varianten mit federleichten und flexiblen Sohlen.

Allen Mokassins gemein ist, dass diese Schuhe immer flach ausgeführt sind.

Mokassins sind sehr zeitlose Schuhe, die kaum aus der Mode kommen und zu einem sportlich-rustikalen Kleidungsstil hervorragend passen.

Monkstrap   zurück
Der Monkstrap ist eigentlich ein klassischer Herrenschuh, der in diesem Fall für die Damenmode feminisiert wurde.

Dieses Schuhschnittmodell läßt sich erstmals um das Jahr 1901 belegen.

In der Damenschuhmode ist ein solcher Monkstrap eher selten, hat aber einen sehr zeitlosen Chic.

Meist ist ein Damen-Monkstrap mit einem flachen Absatz versehen, es gibt aber durchaus Designermodelle mit höherem Absatz.

Overknee   zurück
Overknee-Stiefel kennzeichnet ein Schaft, der mindestens das Knie bedeckt.

Modisch taucht diese Stiefelform, die in die Damenmode Anfang der 1970er-Jahre Eingang fand, eher sporadisch auf.

Anfang der 1970er-Jahre wurde diese Stiefelform als Überkniestiefel bezeichnet, wobei damals flache Blockabsätze mit einer breit abgerundeten Spitze modern waren und der Schaft sehr eng am Bein anlag. Damals wurden solche Stiefel überwiegend zu Miniröcken getragen.

1977 bis 1979 kamen diese Stiefel wieder auf und wurden als 'Kürassier'- oder 'Musketier'-Stiefel bezeichnet, wobei sie in diesem Zeitraum modisch unbedingt über Jeans getragen wurden, niemals aber zusammen mit Röcken.

In den 1990er-Jahren waren Overknee-Stiefel, zunächst mit flachen, später dann auch mit hohen Absätzen modisch ein absoluter Dauerbrenner. Letztmals gaben Overknees mit Stretch-Schaft in der Mode 2004 ein eher kurzes Gastspiel und sind derzeit weitgehend 'out'.

Aus dem Fetisch-Bereich sind Overknees aber seit den 1980er-Jahren nicht wegzudenken.

Oxfords   zurück
In der heutigen Alltagsmode sind solche, der Herrenmode entlehnten Oxfords relativ selten anzutreffen, obwohl sie schon zu Beginn des 20. Jahrhunderts als klassischer Bequemschuh mit flacheren Absätzen in der Damenmode weit verbreitet waren.

Ab den 1950er-Jahren geriet dieser Schuhtyp in der Damenmode weitgehend aufs Abstellgleis.

Erst in den 1980er-Jahren mit sehr flachen Absätzen, damals als in eher sportlichem Design als 'Radler' (in Anlehnung an die im Radsport üblichen Schnürer), in elegantem Design als 'Dandys' bezeichnet, und letztmals in den Modezeiträumen 1996 bis 1998, wobei in diesem Modezeitraum hohe Blockabsätze 'in' waren, kamen Oxfords wieder für kurze Zeit in die Alltagsmode zurück.

Nur im Fetisch-Bereich sind solche Schnürpumps häufiger und gehören durch ihr eher strenges Aussehen zum klassischen Domina-Outfit.

Pantolette   zurück
Pantoletten sind ein sehr klassischer Vertreter in der Damenschuhmode. In neuerer Zeit zählt die Pantolette eher zu den Hausschuhen, da der Fuß - je nach Ausführung der Pantolette - im Schuh nur wenig Halt hat und daher auf unebenem Untergrund unfallträchtig ist.

Daher tauchen Pantoletten in Form eines Alltagsschuhes in der Schuhmode relativ selten auf, da sie erfahrungsgemäß nur auf wenig Nachfrage stoßen.

Die Absätze bei Pantoletten decken in der Mode die ganze Palette möglicher Höhen ab, allerdings sind Modelle mit Plateau und über 9 cm hohen Absätzen eher dem Fetisch-Bereich zuzuordnen.

Pony-Shoes   zurück
Eine Spielart der Damenschuhe wird als 'Pony-Shoes' bzw. 'Pony-Boots' bezeichnet.

Charakteristisch ist ein in die Sohle eingelassenes Hufeisen und ein extrem hoher Absatz, mit dem ein physiologisches Gehen fast nicht mehr möglich ist.

Diese Schuhart spielt nur im Fetisch-Bereich eine Rolle und wird nur von sehr wenigen Herstellern produziert.

Pumps   zurück
Der Pumps zählt ebenfalls zu den klassischen Damenschuhen, obwohl er in der Form eines Opern-Pumps bis in die 1970er-Jahre auch in der Herrenmode anzutreffen war.

Charakterisiert wird der Pumps durch seine den Fuß umschließende Form, wobei Durchbrüche an den Zehen (Peep-Toe-Pumps) oder den Seiten zulässig sind, fersenfreie Modelle aber streng genommen keine Pumps, sondern Slings sind.

Modelle, bei denen an der Fersenkappe ein Fesselriemen angebracht ist, werden als Anklestrap-Pumps bezeichnet.

Pumps sind ein absoluter Dauerbrenner in der Mode und werden in unzähligen Variationen am Markt angeboten. Ob mit hohen oder eher flacheren Absätzen - es dürfte nur wenig Damen geben, die keinen Pumps in ihrem Schuhschrank haben.Trotzdem sind schnörkellose, klassische Modelle die am meisten nachgefragte Variante dieser Schuhe.

Röckli   zurück
Diese Ende der 1970er-Jahre aufkommenden Hochfrontpumps wurden damals als 'Röcklis' bezeichnet, eine Bezeichnung, die sich aber nur bis Anfang der 1980er-Jahre hielt.

Diese Form der Hochfrontpumps war seit 1982 weitgehend aus der Schuhmode verschwunden.

Erst in der Herbst/Winter-Mode 2007/2008 kehrt diese Schuhform wieder hochaktuell in die Mode zurück.

Röhrli   zurück
Als Röhrlis wurden Anfang der 1980er-Jahre solche Stiefeletten bezeichnet, die durch einen Gummizug die schmale Fessel besonders betonten.

Diese spezielle Stiefeletten-Mode war sehr kurzlebig (1980 - 1981) und ist seither nicht mehr in die Mode zurückgekehrt.

Sabot   zurück
Sabots sind eine relativ neue Schuhform, die als Spielart der Pantoletten bezeichnet werden kann.

Sie sind gekennzeichnet durch eine geschlossene Schuhspitze und ein bis zum Fußgelenk durchgehend hochgezogenes Obermaterial.

In den späten 1970er-Jahren wurden diese Schuhe für die damals üblichen langen Schlaghosen favorisiert. Damals waren Schaftstiefel ein modisches 'Muss' und in Verbindung mit langen Hosen konnte optisch nicht zwischen einem Stiefel und einem Sabot unterschieden werden.

Diese Schuhform geriet bis zum Jahr 2006 modisch in Vergessenheit und ist nun wieder ein modisches Highlight.

Sandalette   zurück
Sandaletten sind wahre modische Dauerbrenner, die als 'Muss' in jeder Modesaison im Programm der führenden Schuhdesigner im Programm sind.

Charakterisiert wird die Sandalette durch einen Riemenverschluss am Fersenteil. Es gibt viele Mischformen und die Grenze zum Sling ist oftmals fließend.

Mit flachen Absätzen werden sie als Sandalen bezeichnet, mit höheren Absätzen als Sandaletten.

Besonders elegant wirken sie zu einem luftigen Sommerkleid oder zur eleganten Abendgarderobe.

Scetcher   zurück
Scetcher stellen eine Sonderform der Sandale dar, bei der die Großzehe durch eine Lederschlaufe gehalten wird. Diese Schuhform wird sowohl in der Herren- wie auch in der Damenmode eingesetzt.

In der Regel haben Scetchers flache Absätze, es finden sich aber einzelne Designer, die diese Schuhform auch in Verbindung mit höheren Absätzen verwenden.

Sling   zurück
Slings kamen zuerst in den Vereinigten Staaten in den 1950er-Jahren auf. Damals galten sie als unerhört, weil sie durch ihr freies Fersenteil den Blick auf die Fußsohle freigaben.

Fälschlich werden sie den Pumps zugeordnet. Da der Pumps aber als geschlossener Schuh definiert wird, sind sie richtigerweise als eigene Schuhkategorie den Slings zuzuordnen.

Es gibt sie mit geschlossenem Fußteil und auch als Peep-Toe. Der Übergang zwischen Sling und Sandalette ist manchmal fließend.

In der Alltagsmode sind sie nur temporär aktuell.

In den 1960er- und frühen 1970er-Jahren waren sie weitgehend aus der Mode verschwunden und tauchten erst in den späten 1970er- und späten 1980er-Jahren wieder auf. In der Mode 2004 waren sie letztmals modisch aktuell.Wie auch den Pumps gibt es Slings mit allen aktuellen Absatzformen und -höhen.

Stiefelette   zurück
Stiefeletten sind seit Jahrhunderten sowohl in der Damen- wie auch in der Herrenschuhmode zu finden. Während bis in die 1920er-Jahre Knöpf-Verschlüsse und Schnür-Stiefeletten dominierten, sind in den 1960er-Jahren Reißverschlüsse aufgekommen.

Die Formen und Absatzhöhen richteten sich nach dem modischen Zeitgeist.

Stiefel   zurück
Stiefel sind heute aus der Damenschuhmode nicht mehr wegzudenken, obwohl sie erst in den 1960er-Jahren für Damen 'gesellschaftsfähig' wurden. Vor diesem Zeitpunkt galten sie als ausschließlich männliches Schuhwerk, welches allenfalls bei Go-Go-Girls oder als Reitstiefel für Damen schicklich war.

Seit Beginn der 1970er-Jahre sind Stiefel bei Männern - abgesehen von Cowboy- oder Biker-Stiefeln - aus der Männermode komplett verschwunden, sieht man von speziellen Arbeitsstiefeln ab.

Stiefel gibt es in unzähligen modischen Variationen und Absatzhöhen.

Trotzdem sind sie von 1983 bis zum Beginn der 1990er-Jahre weitgehend aus der Mode verschwunden. Sie wurden von Stiefeletten ersetzt, was wohl damit im Zusammenhang stand, dass Röcke in der kälteren Jahreszeit von Damen kaum noch getragen wurden und durch die in den 1980er-Jahren aufkommenden Röhrenhosen ein Tragen der Schäfte unter den Hosen kaum noch möglich war.

Seit den 1990er-Jahren sind Stiefel aber wieder zum Dauerbrenner der Mode geworden.

Je nach Modezeitraum wurden die Stiefel mit eigenen Bezeichnungen versehen:
- Cowgirl-Boots: im Stil eines Cowboy-Stiefels mit höherem Absatz
- Chasseur-Stiefel: Ende der 1970er-Jahre die Bezeichnung für Stiefel mit Sporenapplikation
- Stadt- oder City-Stiefel: elegante Stiefel mit höheren Absätzen der Jahre 1977 bis 1983- 7/8
- Boots: Stiefel mit kürzerem Schaft, die zu den Ende der 1990er-Jahren aktuellen 3/4-Hosen passten
- Biker-Boots: Flache, eher derbe Stiefel mit Karree-Spitze, die der Rocker-Szene entlehnt waren.

Worker-Boots   zurück
Worker-Boots kamen in der Mitte der 1990er-Jahre auf. Sie lehnen sich stilistisch an Arbeitsschuhe an und waren von eher derbem Aussehen.

Damals gab es sie sowohl mit einem Blockabsatz, als auch ohne Absatz.

Diese Worker-Boots hielten sich allerdings nur knapp zwei Jahre (1994 - 1996), bevor sie wieder aus der Mode verschwanden.

Zoccoli   zurück
Zoccolis sind aus der südländischen Mode nach Nordeuropa 'gewandert'.

Charakteristisch ist die aus Holz oder Hartkunststoff gefertigte Absatzsohle, an die entweder ein Pantoletten-Oberteil oder ein Sandaletten-Oberteil mit Nägeln befestigt wird. Ein zusätzliches Innenmaterial wird regelmäßig nicht verwendet.

Hochmodisch waren sie in den Modezeiträumen der späten 1970er und frühen 1980er-Jahre.

Als die Plateausohlen zunehmend aus der Mode kamen und Orthopäden zunehmend vor diesen Schuhen warnten (durch die unflexible Sohle ist die Gefahr des Umknickens sehr hoch!) verschwanden Zoccolis weitgehend aus der Mode und werden nur noch von wenigen Fertigungsbetrieben hergestellt.

Seit 2005 tauchen Zoccolis wieder in der Mode auf, werden aber typischerweise nur mit flacheren und breiteren Absätzen angeboten.

  

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