| Das Zeitalter des Barock umfaßt ungefähr den Zeitraum
zwischen 1575 und 1770. Im Zeitraum zwischen Früh-Mittelalter und dem Ende
des 19. Jahrhunderts (ab ca. 1890) gab es erstaunlicherweise keine
Unterscheidung zwischen linkem und rechtem Schuh.
Für die ärmeren Bevölkerungsschichten änderte sich das Schuhwerk nicht,
sofern sich diese denn überhaupt Schuhe leisten konnten. Diese
Bevölkerungsschichten fertigten sich ihre Schuhe meist selbst an und nahmen
als Material das, was gerade verfügbar war. Klassiker sind hier Holzschuhe
unterschiedlicher Machart, Schuhe aus Stroh oder Stoff.
In Venedig und Spanien gab es für die Damen der Gesellschaft so genannte
Chopinen (Sockelschuhe). Die Sockel waren teils so hoch, daß die Damen von
Dienerinnen gestützt werden mußten.
Adel und reiches Bürgertum trugen oft Schuhe aus Brokat, Seide und
anderen edlen Materialien, die je nach Stand teilweise reich geschmückt
wurden.
Ausgehend vom französischen Hof trugen Männer wie Frauen hohe Absätze,
die sichtbares Zeichen des hohen Standes waren. Dem König und dem Hochadel
waren Schuhe mit roten Absätzen vorbehalten.
Hölzerne Trippen (Schuhe mit zwei Sockeln) wurden in unterschiedlichen
Ausführungen oft auch als Unterschuhe zum Schutz der kostbaren Stoffschuhe
getragen. |