| Das Zeitalter der Renaissance umfaßt den Zeitraum ab ca.
1400 n.Chr. bis ca. 1575 n.Chr. Die Damenmode kennzeichnete sich durch
bodenlange, weit ausgestellte Reifröcke, die den Anschein erweckte, der
weibliche Oberkörper würde auf einem Sockel stehen.
Wohl bedingt durch die Unsichtbarkeit des Beines gab es praktisch keine
Schuhmode im eigentlichen Sinne für Damen. Sie unterschieden sich von den
Herrenschuhen weitgehend nur durch die Größe. Ab dem Spätmittelalter wurden
- vor allem beim Reiten - von den Damen auch Stiefel getragen.
Für Herren gab es Schnabelschuhe, deren Spitzenlänge vom
gesellschaftlichen Stand bestimmt war. Damen konnten diese Mode - bedingt
durch die langen Röcke - nicht übernehmen, denn sie wäre zur Stolperfalle
geworden. Nur im häuslichen Bereich wurden von den vornehmeren Damen
Schnabel-Pantoffeln getragen.
In der Schuhfertigung wurde übrigens nicht zwischen linken und rechten
Schuhen unterschieden.
Trippen waren bei beiden Geschlechtern weit verbreitet. Der Schmutz in
den Straßen und Gassen der Städte hätte sonst vor allem bei Nässe die
eigentlichen Schuhe ruiniert.
Im frühen 16. Jahrhundert kamen die "Kuhmaul"-Schuhe mit dem stark
verbreiterten Vorderschuh in Mode. |